Leuchten von Louis Poulsen – von vielen berühmten Designern entworfen

Das dänische Unternehmen Louis Poulsen wurde 1894 gegründet. Es widmete sich in den ersten Jahrzehnten verschiedenen Produkten, bevor es sich ab 1924 nur noch auf die Leuchtenherstellung konzentrierte. Ausschlaggebend für diese Veränderung war der Beginn der Zusammenarbeit mit dem Designer Poul Henningsen, der das Sortiment über Jahre prägen sollte. Auf ihn folgten viele weitere renommierte Designer wie Arne Jacobsen, Louise Campbell, Øivind Slaatto, Alfred Homann, Verner Panton und Oki Sato. Sie alle leisteten ihren Beitrag zur Verwirklichung des Ziels von Louis Poulsen. Er wollte dem Licht eine Form verleihen und mit seinen Leuchten sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eine Wohlfühlatmosphäre schaffen.



Poul Henningsen

Die erste Leuchte, die Poul Henningsen für Poulsen entwarf, wurde auf der Pariser Ausstellung für dekorative Kunst und Industriedesign gezeigt und mit einer Goldmedaille geehrt. Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Entwicklung der PH-Leuchten für ein Gebäude in der dänischen Hauptstadt. Schon bei diesen Pendelleuchten mit drei Schirmen wurde die Auffassung Poul Henningsens sichtbar, der Licht und Design als untrennbar ansah. Poul Henningsen hätte 2019 seine 125. Geburtstag gefeiert. Zu seinen Ehren legt Poulsen die PH Artichoke noch einmal auf. Ein besonderes Extra ist die Gravur mit seiner Unterschrift.



Arne Jacobsen

Einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Leuchtenkollektion von Poulsen hatte auch Arne Jacobsen. Er entwarf als studierter Architekt vor allem Gebäude, machte sich durch die Gestaltung von Produkten von Stühlen über Stoffe bis hin zu Leuchten jedoch ebenfalls einen Namen. Von Jacobsen stammt unter anderem die Eklipta, die wahlweise an der Wand oder an der Decke montiert werden kann. Ihr Schirm besteht aus Opalglas und leuchtet beim Einschalten gleichmäßig. Seine klare Kante lässt außerdem rund um die Leuchte einen Glorienschein entstehen. Eine weitere Designerlampe von Arne Jacobsen ist die Royal. Diese Pendelleuchte mit opaler Acrylplatte an der Unterseite des Schirms ist absolut blendfrei und darf daher auch ruhig etwas höher hängen.



Verner Panton

Ein weiterer bekannter Designer, mit dem die Firma Poulsen zusammenarbeitete, war Verner Panton. Er liebte Farben und entwickelte unter anderem die Reihe Panthella MINI. Diese Tischleuchten sind in zahlreichen Farben verfügbar und damit eine gute Möglichkeit, in einem Raum einen Farbakzent zu setzen. Ebenso mutig wie bei der Auswahl der Farben war der 1998 verstorbene Panton im Hinblick auf die Materialien. Er sah seine Hauptaufgabe darin, die Fantasie der Menschen anzuregen und sie aus ihrer eintönigen Konformität zu befreien. Von seinen Zeitgenossen wurde deshalb oft bezweifelt, dass seine Produkte zeitlos sind. Durch die anhaltende Beliebtheit seiner Leuchten wie der Kollektion Panthella MINI ist jedoch mittlerweile das Gegenteil bewiesen.



Louise Campbell

Zu den wichtigsten Designerinnen, die für Poulsen Leuchten entwerfen, gehört die in Kopenhagen geborene Louise Campbell. Sie studierte Industriedesign und widmet sich in ihrem 1996 gegründeten Studio vor allem der Gestaltung von Möbeln und Leuchten. Campbell experimentiert gern und entwickelt auf diese Weise Produkte mit einer ungewöhnlichen Ausstrahlung. Ihre für Poulsen entwickelte Designerlampe Campbell Pendant wurde 2005 mit dem IF Product Design Award in Gold ausgezeichnet. Weitere besonders schöne Leuchten von Louise Campbell sind die Collage, deren Schirm mittels Lasertechnik mit einem Muster versehen wird, und die Shutters.



Clara von Zweigbergk

Eine weitere für Poulsen tätige Designerin ist die Stockholmerin Clara von Zweigbergk. Sie entwickelte die Leuchtenserie Cirque mit Schirmen, die in ihrem Inneren mit weiß lackierten Reflektorteilen versehen sind. Diese Reflektoren sorgen für weiches und blendfreies Licht, das direkt nach unten strömt. Zweigbergk ist in vielen Bereichen gestalterisch tätig. Sie widmet sich neben dem Design von Leuchten dem Entwurf von Mode, Illustrationen und der Architektur. Zu ihren Auftraggebern gehören weltweit bekannte Unternehmen wie Armani, Alessi und Hay. Für ihre Produkte wurde Zweigbergk bereits mit zahlreichen Designpreisen ausgezeichnet.



Ólafur Elíasson

Auch der Isländer Ólafur Elíasson ist für das Unternehmen Poulsen tätig. Ihn faszinieren alle natürlichen physikalischen Phänomene, deshalb war es nur eine Frage der Zeit, bis er sich mit dem Thema Licht befasst. Von Elíasson stammt die OE Quasi, die auf der Mailänder Designwoche 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Bei dieser großformatigen Pendelleuchte mit einem Gesamtdurchmesser von 90 Zentimetern ließ sich der Künstler von mathematischen Figuren inspirieren. Der Rahmen aus Aluminium ist daher ein Ikosaeder mit zwölf Flächen. In ihm ist ein Dodekaeder mit zwölf Flächen angebracht. Er scheint zu schweben und verströmt das Licht von LED-Lampen in einer ganz besonderen Weise. Bei dieser außergewöhnlichen Leuchte wird das Licht zunächst in das Zentrum geleitet und von dort wieder nach außen reflektiert. Auf diese Weise entsteht eine atmosphärische Beleuchtung, die jedem Raum ein ganz besonderes Ambiente verleiht.


Ólafur Elíasson legt jedoch nicht nur Wert auf ein ansprechendes Design. Ebenso wichtig ist ihm die Nachhaltigkeit seiner Produkte. Das Material für die Quasi ist deshalb fast vollständig recycelt beziehungsweise lässt sich recyceln. Darüber hinaus ist es möglich, einzelne Teile bei Bedarf zu ersetzen. Die Pendelleuchte Quasi hat daher eine lange Lebensdauer und ist gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zum schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen.


Neben den genannten Designern entwerfen viele weitere Designerinnen, Designer und Designstudios für Poulsen Leuchten. Alle haben ihren eigenen Stil, deshalb finden sich im Sortiment der Firma Poulsen die unterschiedlichsten Modelle. Bei diesem Hersteller lohnt es sich daher ganz besonders, sich die einzelnen Leuchten etwas genauer anzuschauen.